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Es war einmal ein Unternehmen, das Autos fürs Volk baute

Es war einmal ein Unternehmen, das Autos fürs Volk baute, die liefen und liefen und liefen. Doch dann fing es an, den Gewinn über das Produkt zu stellen und das Produkt über den Kunden.

So begann es „defect engineering“ zu betreiben, also absichtlich Teile in den Autos zu verwenden, die deren Haltbarkeit herabsetzten oder nach einer bestimmten Zeit zu teuren Reparaturen führten.

So wie der Kantbolzen auf dem Blogphoto, der die Ölpumpe in den Dieselturbomotoren antreiben soll. Verwendet man für dieses zwei Euro teure Teil ein etwas härteres Metall für 50 Cent mehr, hält dieses ewig. Eingesetzt wurde aber die einfachere Qualität, die sich rundschleift, wodurch die Ölpumpe ausfällt. Dadurch wird der Turbolader des Diesels nicht mehr mit Öl versorgt, so dass er überhitzt und seine Schaufeln ausbrechen. So werden aus 50 Cent Ersparnis für das Unternehmen 3.000 Euro Schaden für den Kunden für den neuen Turbolader und den Austausch von Öl- und Wasserpumpe.

Später konnte das Unternehmen seine Diesel nicht mehr so sauber bauen, wie es der Gesetzgeber verlangte. Doch anstatt dies zuzugeben oder sich mehr anzustrengen, ersannen die findigen Ingenieure Tricks, die Prüfer ihrer Neufahrzeuge zu täuschen. Millionen Menschen wurden so mit Abgasen und Russ vergiftet, der so gar nicht hätte entstehen dürfen.

Doch diesmal wurde das Unternehmen erwischt, nicht im Land seines Volkes, sondern in einem fernen reich, jenseits des großen Ozeans. Dort entschuldigte sich das Unternehmen sogar, kaufte jedem geschädigten Kunden seine unrechtmäßig gebauten Wagen ab und zahlte sogar noch mehrere tausend Euro Schadenersatz. Nur die Menschen zuhause ließ man weiter im Ruß stehen.

Doch warum geschah all dies? Warum wurde Menschen in fernen Ländern Gerechtigkeit zuteil, während die eigenen Leute abgespeist wurden. Zum einen hat das ferne Reich Richter, die für die Klarheit und Härte ihrer Urteile bekannt sind. Dieser Schutz fehlt im eigenen Land.

Doch viel wichtiger ist die Frage nach Moral und Anstand. Sind diese Werte noch Maxime der Eliten unseres Landes? Oder die Maximierung von Gewinn, Ruhm und Macht?

Die bange Fragen für die kommenden Jahre lauten: Behalten die unehrbaren Ritter von der traurigen Gestalt die Oberhand? Wird das Erstarken von Sozialismus und Extremismus die Folge sein? Oder werden unsere Besten sich wieder daran erinnern, dass der Gewinn eines Unternehmens nur eine notwendige Bedingung ist, um Kunden die bestmögliche nachhaltige Lösung bieten zu können?