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General Electric: Ciao zum Dow

Schon bald wird General Electric nach über 110 Jahren erstmals nicht mehr Teil des Dow Jones Index sein. Es gehörte 1896 zu den Gründungsmitgliedern. Um das richtig einzuordnen, General Electric gehört auf globaler Ebene zu den Industrieikonen schlechthin. Seine Anfänge gehen zurück auf Thomas Edison, die Gründung war vor über 125 Jahren.

Der Abstieg General Electrics verläuft seit einiger Zeit rapide. Verzweifelt wehrt sich die Unternehmensspitze gegen den Niedergang. Aber neue Strategien greifen schlicht nicht. Das Geschäftsmodell, oder besser, die Geschäftsmodelle zu vieler Sparten des riesien und diversifizierten Konzerns sind veraltet. Zu viele Märkte brechen mit zu großer Geschwindigkeit weg, zu langsam sind die Großen, um schnell genug zu agieren.

Warum ist das relevant?

Nun. Das schiere Gewicht, die große Geschichte, die nationale Bedeutung der deutschen Industrieveteranen bedeutet im Wettbewerb genau so wenig wie im Fall General Electric. Im Zweifel nichts. BMW, Daimler oder Siemens sind mindestens ebenso gefährdet. ThyssenKrupp und Volkswagen sowieso (wobei letztere durch die Staatsbeteiligung noch Schutz genießt).

Dazu kommt, die US-amerikanischen Unternehmen genießen die Protektion ihrer Regierung. Es ist anzunehmen, dass diese erheblich machtvoller ist als die Deutschlands. Und dass China, Südkorea oder auch Japan immer fair nach den Regeln spielen, glauben nur die Naivsten.

Es wird Zeit, dass die deutsche Wirtschaft aufwacht. Dass die Unternehmen den Ernst der Lage erkennen. Die Gesetze des Wettbewerbs ändern sich gerade epochal. Wer die große Transformation überleben – oder vielleicht gestärkt hervorgehen – will, braucht eine stark erhöhte Widerstandskraft, eine ausgeklügelte Langfriststrategie und eine überzeugende Vision.

PS: Was für die deutschen Industriekonzerne gilt, gilt auch für den Staat. Von hier ist – Stand Sommer 2018 – aber wenig zu erwarten.