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Das Denken, das Lernen und die Digitalisierung

Werden wir digital dumm? Hat Manfred Spitzer recht?

Fast täglich lese ich von den Generationen Y and Z, die statt Muttermilch die Digitalisierung aufgesogen hätten.

Lernen muss mindestens „blended“ sein. Häppchenweise, on demand.

Selbst ertappe ich mich dabei, keine wache Stunde zu erleben, ohne das Handy in der Hand gehabt zu haben.

Kann ich mich einmal nicht an eine Information erinnern oder will ich etwas erfahren: „Google weiß das“.

Erscheint es mir aber nur so, oder kann ich mich besser an Einzelheiten erinnern, wenn ich sie in einem Buch gelesen habe?

Ist meine Aufmerksamkeitsspanne noch so lang wie vor dem Smartphone? Konnte ich selbst größere, komplexe Zusammenhänge nicht doch besser durchdringen und darstellen, als ich sie mir noch „analog“ erarbeitet habe?

Bin ich schon hoffnungslos „old school“? Oder hat Langsamkeit in manchen Situationen nicht Vorteile, genau so, wie es selbstverständlich einfach extrem lässig ist, mit dem Handy Uber zu rufen oder über Tripadvisor das beste Restaurant in der Nähe zu finden?

So toll die neuen Technologien und die Digitalisierung sind, wir sollen die „altmodischen“ Tugenden von intensivem Lesen und langem Nachdenken nicht aufgeben. Ein Buch hat einfach den unschätzbaren Vorteil, das beim Umblättern keine neue Email auf der nächsten Seite lockt.

Unsere Umwelt mag mehr und mehr digital werden, wir Menschen sind es (noch) nicht.

Es ist wichtig zu verstehen, woher wir kommen und wer wir sind, um die Zukunft zu erreichen, die wir für uns wollen.