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Wir alle sind digital

Wir alle sind digital. Als Bürger, ob wir wollen oder nicht. Als Mitarbeiter sowieso, Steuernummer, Personalnummer, Email-Adresse, Homeoffice, Dienst-Handy … Die Diskussion um die Digital Natives, ihre behauptet besonderen Bedürfnisse, die neue Art Führung, die sie brauchen, übersieht deshalb etwas Wesentliches. Wir alle sind nicht mehr die, die wir in den 80ern, 90ern oder Nullern waren. Wir alle wollen mehr Wertschätzung, mehr Sinnstiftung, mehr Freiheiten, mehr Freizeit, mehr Karriereoptionen.

Nicht jedes Individuum gleich. Doch die Unterschiede in den Bedürfnissen zwischen zwei Mitarbeitern der selben Altersgruppe sind größer als die gemittelten Unterschiede zwischen zwei Generationen.

Die Konsequenz für Führungskräfte: es braucht keine spezifische Führung für die Generation X oder Y, sondern eine neue digitale Führungswelt für alle Mitarbeiter.

Dorthin ist noch ein weiter Weg in Deutschland in Europa. Verdeutlichen mag das der Fakt, dass es mit SAP nur ein großes europäisches Digitalunternehmen mit einer Bewertung von über 100 Mrd. Dollar gibt, dafür aber Dutzende allein im Silicon Valley. Nicht besser macht es, dass SAP bereits älter als 40 Jahre ist und weniger als ein Zehntel des Börsenwertes von Apple hat.

Für Innovation, Kreativität und Wachstum ist eine fördernde Führungskultur essentiell. Augenscheinlich liegt hier eine unserer Schwächen. Wollen wir das ändern, wollen wir aufholen, wollen wir eigene digitale Champions, dann braucht es einen radikalen Wandel in den Organisations-Charts, Hierarchien und Prozessen.*

Dies als meine gedankliche Nachlese zur Online-Werkstatt zur „Zukunft der Arbeit“ der Stadt Duisburg, des Competentia Kompetenzzentrums Frau und Beruf Niederrhein und der FOM Hochschule am 26.11.2020 in Duisburg, zusammen u.a. mit der Speaker-Kollegin Dr. Steffi Burkhart.

Den Link zur ausführlichen Pressemeldung finden Sie hier.

* Aber bitte keine Brüsseler Subventionsprogramme, man erinnere sich an die Lissabon-Strategie, die EU bis 2010 zur wettbewerbsfähigsten Weltregion machen … das ist nicht nur nutzlos und teuer, sondern vertreibt innovative Unternehmer und Unternehmen eher noch in attraktivere Ecken der Welt.)