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iHead

Deklinieren wir durch, wen Künstliche Intelligenz bald ersetzt. Einer der personenbezogensten Berufe ist der Headhunter – wie schaut es aus?

Nun, die Milliarden von Profilen auf Facebook, LinkedIn, Xing und auf diversen Stellenportalen bilden zweifelsohne einen beispiellosen Big-Data-Pool. Vorteil Computer: Ein Mensch, der das allein durchforsten wollte, wäre heillos überfordert. Für neue Algorithmen auf passenden Großrechnern laufend dagegen ist es kein Problem. Eine Sache von Millisekunden.

Doch aktuell ist der Blick auf die Ergebnisse noch ernüchternd, gibt man auf mittelprächtig intelligenten Suchmaschinen „CEO“ ein, so erhält man eher Assistenten der Geschäftsleitung, die Eingabe „Sous Chef“ bringt dann ganz abstruse Treffer.

Entwarnung also? Nun, zwar werden auch Personalberater weder heute noch morgen von intelligenten Robotern abgelöst, aber Turings Gesetz ist unerbittlich! Die Rechenleistung der Computer und die Güte der Programme nimmt ständig zu.

Hilfreich sind die Analyseprogramme bereits jetzt. Auch die Erstellung von psychologischen Profilen wird durch entsprechende Software erheblich einfacher und erstaunlich informativ. Ganz besonders, wenn man noch eine Analyse der Social Media-Aktivitäten hinzu nimmt.

Noch bleiben der persönliche Kontakt und die menschliche Auswahlentscheidung des Personalberaters unersetzbar. In 10 bis 20 Jahren kann sich das aber ändern. Der iHeadhunter wird kommen.

Wahrscheinlich werden echte Personalberater in Zukunft noch für das Recruiting von Top-Spezialisten und Führungspersonen gebraucht, also immer dann, wenn die kulturelle und persönlich-charakterliche Eignung von Kandidaten ebenso wichtig ist wie die fachliche Qualifikation. Für Zeitarbeit oder das Massengeschäft mit seiner hohen Standardisierung sieht das heute schon anders aus.

Ausruhen sollte sich die Zunft der Headhunter freilich nicht, sondern – als erste Pflicht – stets auf der Höhe der Zeit bleiben und den aktuellen Stand der Computertechnik zu nutzen wissen. Und dann sollte sie sich auf die Anteile ihrer Tätigkeit spezialisieren, wo – einstweilen – noch die menschliche Intelligenz der künstlichen überlegen ist.